Ihr Einsatz ist unser Ansporn

Lions-Club Biedenkopf vergibt 21 000 Euro aus Adventskalender-Aktion an Kindertagesstätten

Biedenkopf/(Dautphetal-Buchenau (cyx). Mit jeweils 1000 Euro hat der Lions Club Biedenkopf die 21 Kindertagesstätten im Hinterland bedacht, die Kinder im Alter von unter drei Jahren aufnehmen. Damit hat der Lions Club den Erlös aus dem Verkauf des ersten "Hinterländer Adventskalenders" wie geplant an die Kinderbetreuung in der Region weitergegeben, aufgerundet durch einen eigenen Beitrag der Lions Club-Mitglieder.

 

Zur Feierestunde mit einer Scheckübergabe trafen sich im Atrium der Firma Roth und Buchenau die Leiterinnen von 21 Kindertagesstätten aus dem Hinterland, Mitglieder des Lionsclub Biedenkopf und Vertreter der Kita-Träger

Bei der symbolischen Scheckübergabe im Atrium der Firma Roth in Buchenau kündigte Lions Club-Präsident Thomas Pfeiffer an, dass es auch in diesem Jahr wieder einen "Hinterländer Adventskalender" geben wird, dessen Verkauf den Kindern im Hinterland zugute kommen soll.

Nicht nur für den Lions-Club sei es ein wichtiges Anliegen, dass Beruf und Kindererziehung in Einklang gebracht werden könnten: "Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die uns sehr am Herzen liegt", sagte Gastgeber und Hausherr Manfred Roth. Er dankte den Erzieherinnen in den Kindertagesstätten der Region für ihren "wichtigen Dienst, den sie für unsere Familien leisten". Aus eigener Erfahrung als dreifacher Großvater wisse er, wie gut aufgehoben die Jüngsten in den Krippen und "U3-Gruppen" der Kitas im Hinterland seien. Deshalb sei die Scheckübergabe mit der damit verbundenen Spende an die Kindertagesstätten ein "sehr freudiges und bedeutsames Ereignis."

Der Lions Club Biedenkopf hatte im vergangenen Jahr zum ersten Mal einen Adventskalender aufgelegt, der mit Preisen im Wert von insgesamt mehr als 7000 Euro ausgestattet war. Zum Stückpreis von fünf Euro hatte der Club rund 3800 Exemplare verkauft. Damit jede der 21 "U3-Kitas" im Hinterland mit 1000 Euro bedacht werden konnte, hatten die Lions Club Mitglieder den Verkaufserlös um eine eigene Spende aufgerundet.

Gelungene Premiere
Lions-Präsident Thomas Pfeiffer dankte allen Beteiligten für die "rundum gelungene Premiere": den Sponsoren, den Käufern des Kalenders sowie den Geschäften, Behörden und Organisationen, die sich bereit erklärt hatten, den Kalender im Auftrag des Lions Club zu verkaufen. "Beim nächsten Mal werden wir noch mehr Verkaufsstellen einrichten, um den Kalender noch flächendeckender verteilen zu können", kündigte Pfeiffer an.

Zur Feierstunde waren neben den Lions Club-Mitgliedern die Leiterinnen der 21 Kindertagesstätten gekommen, außerdem Vertreter der Träger gekommen. Thomas Pfeiffer wiederum gab den Dank zurück an die Mitarbeiterinnen in den Kindertagesstätten und betonte: "Ihr Einsatz ist unser Ansporn."

Die Spenden erhalten in Angelburg die Kindertagesstätte "Brüllbär" und der evangelische Kindergarten Gönnern, in Bad Endbach die Kindertagesstätte "Wunderland" und die Kindertagesstätte "Sonnenschein", in Breidenbach der Kindergarten "Abenteuerland", die evangelische Kindertagestätte "Villa Kunterbunt" und die evangelische Kindertagesstätte Oberdieten, in Biedenkopf die evangelische Kindertagesstätte "Löwenzahn", die Kindertagesstätte "Wirbelwind", die Kindergruppe "Strubbellies", die evangelische Kindertagesstätte Breidenstein und die evangelische Kindertagesstätte "Unterm Regenbogen", in Dautphetal der Kindergarten "Kleine Eisscholle", die evangelische Kindertagesstätte "Arche Noah", der Kindergarten "Zwergenland", der evangelische Kindergarten Buchenau, die Kindertagesstätte "Wichtelland" und die evangelische Kinderkrippe "Rothkehlchen".

In Gladenbach gibt es die Unterstützung für die Kindertagesstätte "Pusteblume", die Kindertagesstätte "Sonnenschein" und den evangelischen Kindergarten Mornshausen.

„KiSS“ hilft Kindern sprachlich auf die Sprünge

30 Kindertagesstätten engagieren sich besonders bei der Sprachförderung

30 Kindertagesstätten (Kitas) aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf haben jetzt das "KISS"-Siegel für besonderes Engagement bei der Sprachförderung von Kindern erhalten. "KISS" steht dabei für Kinder-Sprach-Screening. Der erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern überreichte das Siegel, das vom Hessischen Sozialministerium verliehen wird, bei einer gemeinsamen Veranstaltung am Mittwoch (11.01.2012), im Marburger Landratsamt zusammen mit Johannes Mertens, Projektleiter beim Kindervorsorgezentrum Frankfurt, an die Kindertagesstätten. "Mit KISS" wird den Erzieherinnen und Erziehern ein Instrument für eine gezielte Sprachförderung eines Kindes zur Verfügung gestellt", sagte Dr. McGovern.

"Kiss" dient der Bestimmung der sprachlichen Fähigkeiten und des Kommunikationsverhaltens der vier- bis viereinhalbjährigen Kinder. Das Projekt ist Teil des Programms der Hessischen Landesregierung zur Verbesserung der frühen Bildung und zur Qualifizierung von Erzieherinnen und Erziehern. "Die Sprachstandserfassung ist dabei ein wichtiger Baustein für den Aufbau einer frühen sprachlichen Förderung", erläuterte Dt. McGovern. Die Sprachstandserfassung biete die Basis für eine Verbesserung der Sprachleistung. "Wichtig ist natürlich die individuelle Förderung, nachdem ein sprachliches Defizit erkannt wurden ist", betonte Dr. McGovern.

Der Sprachstandserfassung liegt eine Schulung der Erzieherinnen und Erzieher zugrunde. Sie werden in die Lage versetzt, Kinder gezielt zu beobachten und dabei die Sprachentwicklung der Kinder einzuschätzen. "Die Wiederholung dieser Beaobachtung macht eine Entwicklung erkennbar und ermöglicht ein zielgerechtes und nachhaltiges Steuern von Fördermaßnahmen", so der Erste Kreisbeigeordnete. 

"Kiss hat die Ziele, die Bildungschancen aller Kinder in hessischen Kindertagesstätten zu verbessern, eine ganzheitlicher Erfassung der sprachlichen Fähigkeiten zu erreichen, Fehleinschätzungen oder unentdeckte Entwicklungsrückständer im Bereich der Sprache vorzubeugen, eine fachgerechte Grundlage für eine frühzeitige sprachliche Förderung zu sein und die Bildungsqualität bei der Sprache an hessischen Kitas zu standardisieren.
"KISS" erfasst die Spontansprache, die Artikulation, den Wortschatz sowie die Wort- und Satzgrammatik. Außerdem die sprachlichen Entwicklung des Kindes in der Kita und Faktoren, die die sprachliche Entwicklung dort beeinflussen. Außerdem wird die besherige sprachliche Entwicklung des Kindes im heimischen Umfeld und Faktoren, die die sprachliche Entwicklung dort beeinflussen, dokumentiert. Mit "KISS" wird ein Profil erstellt, aus dem die sprachlichen Kompetenzen des Kindes abgelesen werden können. Das Verfahren ermöglicht die Einschätzung des Sprachstands als „Unauffällig“, „sprachpädagogisch förderbedürftig“ oder „medizinisch abklärungsbedürftig durch den Kinderarzt“.

Die Erzieherinnen und Erzieher absolvieren eine sechsstündige theoretische Schulung. Hierbei werden die Grundlagen des normalen Spracherwerbs, Sensibilisierung für sprachliche Kompetenzen und Besonderheiten, Beobachtung und Überprüfung mittels KiSS und Grundlagen der Sprachförderung im Alltag der Kita vermittelt. Eine zweistündige Praxis begleitende Schulung, bei der Sprachexperten die Erzieherinnen und Erzieher in der Kita begleiten und unterstützen, rundet die Schulung ab. Danach folgt die Zertifizierung durch den Fachbereich Gesundheitsamt des Landkreises

Bei Kindern mit sprachpädagogischem Förderbedarf lassen sich anhand des Profils individuelle Förderziele ablesen, die nach den Grundsätzen des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans umgesetzt werden können.
Sollte ein Kind medizinisch abklärungsbedürftig sein, wird dieses von einem Sprachexperten des Gesundheitsamtes erneut überprüft und die Vorstellung beim Kinderarzt empfohlen.

Vetreterinnen von 30 Kitas im Landkreis MR-BID erhielten das "KISS"-Siegel

Gemeinsame Fortbildung

Kinderzentrum Weißer Stein Marburg Wehrda e.V. organisierte auch in diesem Jahr wieder eine gemeinsame Fortbildung für seine Mitarbeiter.

Der Träger möchte die fachliche Kompetenz  erhöhen, um damit die Qualität ihrer Tätigkeiten nachhaltig zum Wohle der Kinder zu steigern.
Bereits zum 7. Mal wurde die jährlich stattfindende gemeinsame Fortbildung für alle angestellten therapeutischen, psychologischen und pädagogischen Fachkräfte durchgeführt. 
Unter dem Themenschwerpunkt „Vielfalt im pädagogischen und therapeutischen Alltag“ konnten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in drei verschiedenen Workshops mit den Themen „Resilienzförderung von Fachkräften“, „Aufsichtspflicht und Bildungsauftrag- ein Spagat für pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen“,  sowie „UN- konventionell auf den Weg zur  Inklusion- Qualitätsentwicklung in Ihrer Institution“ eher theoretisch auseinandersetzen. Praktisch und körperlich aktiv ging es in zwei weiteren Workshops mit den Themen „In uns und um uns- die Welt des Rhythmus“, und „Kleine Forscher und die Geheimnisse der Natur“ zu. Für die Durchführung der Workshops konnten, wie jedes Jahr, wieder erfahrene und kompetente Referenten gewonnen werden, die Ihre Angebote auf die Wünsche des Kinderzentrums abstimmten. 
Die Organisatoren des Fortbildungstages schaffen es immer wieder ein Programm zusammenzustellen, das einerseits sehr großes Interesse bei den insgesamt 120 Kolleginnen und Kollegen weckt und sich gleichzeitig an aktuellen Entwicklungen in der Fachwelt, sowie den Bedarfen der einzelnen Einrichtungen orientiert. Ebenso wichtig ist neben der Vermittlung neuer Erkenntnisse insbesondere das gemeinsame Lernen und Erleben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den unterschiedlichen Arbeitsbereichen. 
Diese Punkte sind es, die den Träger veranlassen, dieses sehr umfangreiche Fortbildungsangebot seinen Fachkräften jedes Jahr anzubieten.  Erreicht werden soll mit dieser nachhaltigen und zielgerichteten Investition, dass die Voraussetzungen verbessert werden, um ein bestmögliches Betreuungs- und Beratungsangebot für die Kinder und deren Eltern sicher zu stellen.
Zum guten Gelingen des Fortbildungstages trägt seit Jahren die Bildungs- Freizeit- und Tagungsstätte in Wolfshausen bei, die über alle notwendigen Materialien, genügend Räumlichkeiten, sowie ein weitläufiges und vielfältig nutzbares Außengelände verfügt.

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